Aufstellung von Märchen und Mythen
Ein Seminar zum Entzaubern, Integrieren und Heilwerden


Zeit: 6.-8.5.2011

Ort: Therapie-, Lehr- & Forschungszentrum Eisenbuch -
Eisenbuch 8, 84567 Erlbach
Beginn und Ende: Freitag um 17:00, Sonntag um 16:00
Kosten: 220,- Euro plus Unterkunftskosten und Verpflegung
Anmeldung: Mail: schaefereisenbuch@t-online.de,
Tel.: 08670/986 699, Fax: 08670/918 797 1, www.erikaschaefer.de


Was haben die Märchen, die wir in unserer Kindheit hörten, mit unseren heutigen Problemen zu tun? Leben in uns die Helden aus den Filmen unserer Jugendzeit bis heute fort? Wie hängt unsere jetzige Welt mit der „magischen“ Welt der Mythen und Sagen zusammen?

In meiner Aufstellungsarbeit zeigt sich seit Jahren, dass die archetypischen Bilder aus Märchen und Mythen, aber auch aus den Filmen und Geschichten, die wir als kleine Kinder und Jugendliche konsumiert haben, eine ungeheuer transformative Kraft haben. Letztendlich wissen wir spätestens seit Eric Berne und seiner Arbeit mit dem Lebensskript, wie die archetypischen Gestalten, denen wir in der Jugend begegnet sind, unser Leben prägen, wie wir das ganze Leben lang die Rolle der Prinzessin, des Helden, des Rotkäppchens oder des bösen Wolfes ausfüllen, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.

Es kann sehr heilsam sein, anhand der Aufstellung von unserem „persönlichen“ Märchen oder der im Gedächtnis gebliebenen Szene des Jugend-Filmes die Rolle, die wir bis heute verkörpern, zu entschlüsseln. Nur so können wir sie, wenn nicht gänzlich ablegen, zumindest viel bewusster erleben. Das könnte dann eine Entzauberung im positivsten Sinne des Wortes bedeuten.

Es gibt aber noch einen anderen Aspekt, der in den Aufstellungen von Märchen und Mythen eine Rolle spielt. In den bereits sechs Wiederholungen dieses Seminars in Prag hat sich gezeigt, dass diese Arbeit eine Art der Trauma-Heilung auf sanftem Wege sein kann.

Ohne in die spezifisch-persönlichen Traumata einsteigen zu müssen, heilen die Märchen und Mythen unsere traumatischen Erlebnisse durch das Akzeptieren des Unabwendbaren. Obwohl diese Form der Aufstellung nicht wie eine Therapie aussieht, auch wenn kein aktuelles Klienten-Anliegen direkt bearbeitet wird, trägt sie doch zur Lösung auch der gegenwärtigen Probleme bei.

Ähnlich wie im antiken Theater wird hier durch das kollektive Wiedererleben der archetypischen Wahrheiten eine positive Veränderung im innersten Kern unseres Selbst möglich - und damit geschieht auch eine individuelle Heilung. Gleichzeitig öffnet uns eine solche Aufstellung die Pforte zum tiefen Verständnis von ganz ursprünglichen Prozessen und primären Gesetzmäßigkeiten menschlicher Existenz.